Holz arbeitet. Ein Platz fern von Heizkörpern, mit moderatem Licht und guter Luftzirkulation, verhindert Spannungen, Risse oder Verzug. Kleinere Silicagel-Beutel in Vitrinen puffern Schwankungen. Ein Hygrometer schafft Gewissheit. Diese einfachen Gewohnheiten verlängern die Lebensdauer und erhalten die Anmut, ohne dauernde Eingriffe zu benötigen.
Staub ist abrasiv. Ein weiches, leicht angefeuchtetes Tuch, anschließend trocken nachwischen, genügt meist. Keine Sprays mit Silikon oder Ammoniak. Komplexere Flecken punktuell testen, nie großflächig rubbeln. Wer Geduld zeigt, vermeidet Grauschleier und erhält den feinen Schimmer, den gute Politur erst lebendig macht.
Ein hauchdünner Wachsauftrag pro Jahr, behutsam auspoliert, kann reichen. Bei Schellack genügt oft eine minimale Nachpolitur mit frischem Ballen. Halten Sie Datum und Mittel schriftlich fest. So bleibt nachvollziehbar, wann nachzuarbeiten ist, und Überpflege mit schwer entfernbaren Schichten wird souverän vermieden.